"Mauerdurchwurfbriefkasten" Montageanleitung

Bitte beachten Sie besondere bauliche Gegebenheiten für den Mauerdurchwurfbriefkasten
Die Installation einer Briefkastenanlage mit Mauerdurch erfordert ein exaktes, professionelles, handwerkliches Können. Sollten Sie sich diese Montage nicht selbst zutrauen, beauftragen Sie damit einen versierten Fachmann, der über die entsprechenden Kenntnisse verfügt.

Da ein recht großer Mauerdurchbruch nötig ist, sollten Sie im Vorhinein sowohl Erwägungen hinsichtlich statischer Fakten als auch zur Entstehung von Kältebrücken (energetische Schwachstellen in einer Baukonstruktion) anstellen. Häufige erhebliche Varianten in der Architektur der Briefkästen mit Mauerdurchwurf, machen lediglich eine grobe Montageanleitung möglich, die stets nach der vorliegenden und konkreten Konstruktion des jeweiligen Modells modifiziert werden muss.

 

 

Montageskizze Mauerbriefkasten

Die Montage

1.) Prüfen Sie bitte im Voraus, ob die baulichen Voraussetzungen die Installation eines Mauerdurchwurfbriefkastens zulassen. Benötigt wird ein genügend breiter und starker Mauerabschnitt, der von der Außenwand bis zum Hausflur reichen muss, damit der Einbau möglich wird. Bei einer Mehrfachanlage ist dafür Sorge zu tragen, dass die Bauweise den einfachen Zugang zu allen Briefkastenfächern zulässt. Sind im Vorfeld diese notwendigen Details geklärt, sollte die genaue Lage der Außen- und Innenöffnung des Briefkastens festgelegt werden. Das richtet sich danach, ob der Mauerdurchwurfbriefkasten ein stabiles, kastenförmiges Element oder ein Bauteil mit Einwurf, abfallendem Schacht und Entnahmetüren ist. Bitte prüfen Sie den Inhalt der Lieferung darauf hin, ob alle Einzelelemente mit Frontplatte, wenn bestellt, mit Funktionsfach, Schacht sowie Entnahmetüren mit dementsprechender Blende vorhanden sind.

2.) Für den Mauerdurchwurf ist von der Außenwand zur Innenwand eine ausreichend große Maueraussparung, entsprechend den Maßen der Briefkastenanlage, zu erstellen. Bitte gehen Sie hierbei sehr exakt und sorgfältig vor, um den korrekten Sitz des Mauerdurchwurfbriefkastens sicher zu stellen. Haben Sie ein kastenförmiges Modell gewählt, ist die Wandöffnung relativ einfach zu bewerkstelligen. Bei Anlagen mit abfallendem Schacht ist die Anfertigung etwas aufwändiger. Wenn Sie die Maueraussparung hergestellt haben, müssen Sie die einzelnen Elemente exakt in die Öffnung einpassen. Die meisten Modelle haben einen zweiteiligen Schacht, den Sie problemlos an die Stärke der Wand anpassen können. Im konkreten Fall richten Sie sich hinsichtlich der Reihenfolge des Einbaus, soweit vorhanden, am besten nach der Einbauanleitung des Herstellers.

3.) Um die Gefahr aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk und unnötiger Kältebrücken zu vermeiden, ist es ratsam, den Teil der Anlage, der in die Wand eingebaut wird, vollständig mit mehrlagiger Dachpappe zu umhüllen. Für festen Sitz des Innenlebens Ihres Briefkastens sorgt das Auffüllen der Spalte zwischen Wandöffnung und Postkasten mit Bauschaum. Bei diesem Arbeitsschritt achten Sie bitte darauf, dass der Druck beim Aushärten des Bauschaums nicht den Durchwurfschacht verformt. Überstehendes Material können Sie nach dem Durchtrocknen bequem abschneiden. Im weiteren Schritt können Sie die Blenden an der Außen- und Innenwand, meist mittels eines einfachen Klemmmechanismus, aufbringen. Vor allem an der Außenseite der Wand empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass kein an der Wand herab laufendes Regenwasser hinter der Briefkastenblende entlang in das Mauerwerk eindringen kann. Das können Sie verhindern, indem Sie auf den exakt bündigen Sitz des meist vorhandenen Dichtgummis achten. Sollte dieser nicht vorhanden sein, oder der Anpressdruck zum bündigen Abschluss mit der Oberfläche der Außenwand nicht ausreichen, schließen Sie die Undichtigkeiten mit Acryl. Dieses Material hat, im Gegensatz zu Silikon, den Vorteil, dass es überstrichen werden kann, um beispielsweise die Dichtfuge an die Farbe der Hauswand anzupassen. Nun verfahren Sie genauso an der Innenseite der Hauswand. Bei korrekter Montage wird bei diesem Arbeitsschritt eine zusätzlich Abdichtung in den meisten Fällen nicht erforderlich sein.

4.) Wenn Sie den Briefkasten fest im Mauerausschnitt eingeschraubt haben, können Sie den umlaufenden Spalt zum Beispiel mit Moosgummi ausfüllen. Dadurch werden Hohlräume verhindert und ein bündiger Abschluss des Gehäuses am Mauerwerk erreicht. Als Letztes installieren Sie nun den Putzabdeckrahmen, den Sie mit leichtem Druck in den umlaufenden Spalt eindrücken können. Sollte dieser nicht bündig mit der Wandoberfläche abschließen, stellen Sie eine dichte Verbindung mit Acryl her, da sich dieses Material hier besser eignet als Silikon, weil es in der Farbe der Fassade überstrichen werden kann. Sollten an der Frontblende oder an anderer Stelle des Unterputz Briefkastens noch Schutzfolien vorhanden sein, können Sie dies nun entfernen. Danach reinigen Sie den Briefkasten mit einem Gemisch aus klarem Wasser und einem handelsüblichen Spülmittel. Bei Edelstahl verwenden Sie bitte ein entsprechendes Reinigungsmittel.

5.) Wegen der Gefahr des Eindringens von Wasser hinter der Frontblende des Mauerdurchwurfbriefkastens, was auf Dauer Schäden des Mauerwerks zur Folge haben kann, empfehlen wir den zurück gesetzten Einbau im Mauerwerk. Auf diese Weise kann herablaufendes Regenwasser vor der Frontblende abtropfen und bei sorgfältiger Abdichtung nicht hinter die Blende gelangen. Das Verputzen des Innenschachtes empfehlen wir in der Regel nicht, damit eloxierte Bauteile der Mauerdurchwurf Briefkastenanlage nicht mit Mörtel in Berührung kommen. Das Einschäumen mit Zweikomponenten Bauschaum ist hier die einfachere und vor allem sichere Lösung.

Dass Sie stets viel Freude an Ihrer neuen Mauerdurchwurf Briefkastenanlage haben, das wünschen wir Ihnen!

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Hier finden Sie unsere Übersicht zur Beratung und
zum Kauf eines Mauerbriefkastens.

 

Mauerdurchwurfbriefkästen